Starke Zeiten, schnelle Bahnen und die Road bleibt offen
Am vergangenen Wochenende ging es für unsere WK-Gruppe zum Regensburg SwimCup 2026 – Road to DJM der Stadtwerke Regensburg. Im Mittelpunkt stand die Möglichkeit, Qualifikationszeiten für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin zu schwimmen. Gleichzeitig richtet sich der Blick unserer Schwimmerinnen und Schwimmer aktuell besonders auf die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Stuttgart, die für viele den großen Saisonhöhepunkt darstellen.
Regensburg war dafür genau der richtige Wettkampf: ein großes, bewährtes Bad, viel Platz, schnelles Wasser und beste Bedingungen für starke Leistungen. Unsere Leistungsschwimmer richteten sich strategisch gut oben auf der Tribüne ein – etwas abgeschieden, mit Ruhe, perfektem Blick aufs Becken und trotzdem nur rund 30 Sekunden vom Start entfernt. Besser kann man sich zwischen den Rennen kaum platzieren. Insgesamt kamen über das Wochenende beeindruckende 2513 Starts aller Vereine zusammen. Unsere WK-Gruppe war mit 9 Aktiven, davon 3 Mädchen und 6 Jungs, vertreten und absolvierte insgesamt 34 Einzelstarts. Am Ende standen 16 neue persönliche Bestzeiten auf dem Papier: 9 am Samstag und 7 am Sonntag.
Auch wenn an diesem Wochenende noch keine Qualifikationszeit für die DJM fiel und die „Road to DJM“ damit weiter offen bleibt, war es ein starker Wettkampf mit richtig guten Entwicklungen. Die Trainingsarbeit der letzten Wochen und Monate macht sich deutlich bezahlt. Die Fortschritte seit Ingolstadt konnten weiter ausgebaut werden, und nach dem Trainingslager in Innsbruck konnten sich die Leistungen absolut sehen lassen. Die Richtung stimmt – und mit Blick auf die nächste Saison ist die DJM nicht nur ein Wunsch, sondern realistisch in Reichweite.
Besonders erfreulich waren die Qualifikationen für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Stuttgart. Am Samstag konnten gleich sechs neue Qualifikationszeiten geschwommen werden. Magdalena qualifizierte sich über 50 m Brust und legte über 50 m Rücken direkt nach. Lydia schwamm über 50 m Rücken in 32,82 Sekunden ebenfalls unter die Norm. Bei den Jungs überzeugte Leonhard über 100 m Schmetterling in 1:01,89 Minuten sowie über 50 m Freistil in 26,43 Sekunden. Auch Mattias sicherte sich über 50 m Freistil in 26,61 Sekunden die Qualifikation. Am Sonntag wurde weiter nachgelegt: Lydia bestätigte ihre bereits bestehende Süddeutsche-Qualifikation über 50 m Freistil in 29,56 Sekunden eindrucksvoll. Leonhard sicherte sich zudem über 100 m Freistil in sehr gut merkbaren 57,57 Sekunden eine weitere neue Qualifikation.
An dieser Stelle: Magdalena, Lydia, Leonhard und Mattias – richtig stark gemacht. Ihr könnt absolut stolz auf euch sein. Diese Süddeutschen-Qualifikationen zeigen, dass die Arbeit im Training Früchte trägt. In Stuttgart könnt ihr genau daran anknüpfen – im schönen Baden-Württemberg, mit einem kleinen Augenzwinkern Richtung Schwabenländle.
Auch abseits der Qualifikationen gab es starke Entwicklungen zu sehen. Niklas zeigte als Rückenschwimmer über 50 m, 100 m und 200 m Rücken einen deutlichen Sprung nach vorne. Besonders stark waren seine 2:24,57 Minuten über 200 m Rücken, eine Verbesserung um knapp sechs Sekunden, sowie seine 1:05,77 Minuten über 100 m Rücken. Über 50 m Rücken verpasste er mit 30,42 Sekunden die Süddeutsche Qualifikation nur knapp. Trotzdem: Hut ab, Niklas – das war eine mega Entwicklung auf den Rückenstrecken.
Valentina bestätigte ebenfalls ihren klaren Aufwärtstrend. Über 100 m Freistil glänzte sie mit einer neuen Bestzeit von 1:07,43 Minuten und verbesserte sich um ganze drei Sekunden. Auch ihre 30,48 Sekunden über 50 m Freistil zeigten, dass das Training der letzten Wochen Wirkung zeigt. Genau solche Schritte bringen einen weiter.
Anthony ging als Mittelstreckenschwimmer und Allrounder unter anderem über 400 m Freistil, 200 m Lagen, 200 m Brust und 100 m Freistil an den Start. Über 200 m Lagen konnte er eine neue Bestzeit erzielen. Besonders spannend wurde es über 100 m Freistil: Mit 1:00,48 Minuten schwamm er ganz nah an die goldene Marke von unter einer Minute heran. Mit einem besseren Anschlag wäre diese Marke wohl gefallen. Aber auch hier gilt: Kopf hoch, Krone richten und weitermachen – die Minute ist definitiv in Reichweite.
Thomas überzeugte vor allem auf den kürzeren Strecken und konnte unter anderem über 50 m Schmetterling sowie auf weiteren Strecken persönliche Bestzeiten erzielen. Auch bei ihm zeigt die Entwicklung weiter in die richtige Richtung.
Jan startete als Brustschwimmer über Brust- und Lagenstrecken. Für ihn lief das Wochenende zwar nicht ganz wie erhofft, trotzdem stellte er sich seinen Rennen und zeigte Einsatz. Gerade solche Wettkämpfe sind wichtig, um zu sehen, woran weitergearbeitet werden muss. Mit seiner Grundlage und seinem Potenzial kann er daraus viel mitnehmen und beim nächsten Mal wieder stärker angreifen.
Unterm Strich kann man sagen: Teamgeist, Training und Entwicklung stimmen. Die WK-Gruppe ist auf einem richtig guten Weg, auch wenn noch viel Arbeit vor ihnen liegt. Man darf mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein – aber eben nicht satt. Die nächsten Ziele sind klar: weiter Bestzeiten sammeln, die Süddeutschen in Stuttgart stark vorbereiten, Qualifikationen bestätigen und ausbauen, technisch sauberer werden und die nächsten Marken angreifen.
Natürlich lief nicht jedes Rennen perfekt. Nicht jede Strecke war ein persönliches Highlight, und manchmal fühlt sich ein Rennen einfach nicht so an, wie man es sich vorher vorgestellt hat. Aber genau das gehört dazu. Dann heißt es: Kopf hoch, Krone richten – beziehungsweise Diadem – daraus lernen und weitermachen. Solche Rennen sind kein Rückschritt, sondern Ansporn für das, was als Nächstes kommt.
Ein großer Dank geht zum Schluss an den SCR für die Organisation dieses schönen Wettkampfs in dieser schönen Stadt, in diesem schönen Bad und in diesem schnellen Wasser. Vielen Dank auch an Angi, die am Samstag und Sonntag als Kampfrichterin im Einsatz war. Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit und sehr wertvoll. Danke an alle Organisatoren und Mithelfer für ein starkes Wettkampfwochenende in Regensburg – genauso macht Schwimmen Spaß.

